Die Luftverkehrsverordnung (LuftVO)

fordert von Piloten unbemannter Fluggeräte – sogenannter Drohnen und Modellflugzeuge – die eine Startmasse über 2 Kilogramm haben, dass diese Kenntnisse in

  • der Anwendung und Navigation dieser Fluggeräte
  • den einschlägigen luftrechtlichen Grundlagen und
  • der örtlichen Luftraumstruktur

nachweisen.

Diese Kenntnisse können durch eines der drei folgenden Dokumente nachgewiesen werden:

  1. gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer (Pilotenlizenz)
  2. Bescheinigung über eine bestandene Prüfung von einer vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) dafür anerkannten Stelle. Siehe unter www.lba.de
  3. Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverein oder einen von ihm beauftragten Verein (nur gültig für die Sport- und Freizeitgestaltung)

Wer stellt die genannten Dokumente aus?

  1. Pilotenlizenzen werden von den Landesluftfahrtbehörden und vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ausgestellt. Als ausreichender Kenntnisnachweis für die Steuerer von unbemannten Fluggeräten gelten auch ausländische Lizenzen, sofern diese nach der Verordnung (EU) Nr. 1178/2012 ausgestellt sind.
  2. Die anerkannten Stellen zur Bescheinigung ausreichender Kenntnisse für Steuerer von unbemannten Fluggeräten wurden neu in die LuftVO aufgenommen. Dementsprechend sind diese Stellen nach dem Inkrafttreten der Novelle der LuftVO nicht sofort verfügbar. Auf Antrag werden entsprechende Stellen (z.B. Modellflugschulen, Flugschulen und andere interessierte Stellen) vom LBA geprüft und beim Vorliegen der geforderten Voraussetzungen vom LBA anerkannt, um entsprechende Prüfungen abzunehmen und die Kenntnisse der Steuerer zu bescheinigen. Die LuftVO sieht den 1.Oktober 2017 als Termin vor, ab dem der Steuerer eines unbemannten Fluggeräts über 2 Kilogramm Abflugmasse über einen Kenntnisnachweis verfügen muss. Das LBA wird während dieser Übergangszeit ausreichend viele Stellen anerkennen, sodass alle interessierten Steuerer die geforderte Prüfung ablegen können, um dann über den entsprechenden Kenntnisnachweis zu verfügen.Die LuftVO sieht vor, dass anerkannte Stellen diese Prüfungen auch im Internet als Online-Prüfung anbieten können.
  3. Der Deutsche Modellflieger Verband e.V. (DMFV) und der Deutsche Aero Club e.V. sowie deren Mitgliedsvereine sind grundsätzlich berechtigt, entsprechende Einweisungen für Steuerer von unbemannten Fluggeräten durchzuführen und zu bescheinigen. Dieses Angebot richtet sich an deren Mitglieder, kann jedoch auch von Nichtmitgliedern wahrgenommen werden. Die von diesen Verbänden oder deren Vereinen ausgestellte Bescheinigung berechtigt zum Steuern von unbemannten Fluggeräten über 2 Kilogramm Startmasse, sofern diese Geräte ausschließlich zu Sport- und Freizeitzwecken betrieben werden.

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung wird in der Regel durch die Beantwortung eines Prüfungsfragebogens abgenommen. Sie kann jedoch auch mündlich oder online erfolgen. Die Fragen beziehen sich auf die oben genannten zu bescheinigenden Kenntnisse.

Viele Stellen bieten zur Vorbereitung derPrüfung einen Lehrgang an, der optimal auf die Prüfung vorbereitet. Die Absolvierung eines Lehrgangs ist nicht zwingend vorgeschrieben, um an der Prüfung teilzunehmen. Bewerber, die auf den Prüfungsgebieten noch nicht sehr erfahren sind, ist die Teilnahme an einem vorausgehenden Lehrgang allerdings sehr zu empfehlen.

Was kostet die Bescheinigung?

Die zu erhebenden Gebühren für die Abnahme der Prüfung und deren Bescheinigung sind anerkannten Stellen freigestellt. Wir berechnen hier für die Prüfung zum Kenntnisnachweis einmalig 129,– Euro (brutto). Für die Einweisung in einem beauftragten Verband oder deren Vereinen ist eine Gebühr von 25,- Euro festgelegt.

Dies ist eine Information des Luftfahrt-Bundesamtes:

Luftfahrt-Bundesamt

Referart L1 – Ausbildungsorganisationen,
anerkannte Lehrberechtigte und Prüfer
Hermann-Blenk-Straße 26
38108 Braunschweig

www.lba.de

Weitere Links:

Broschüre des Bundesverkehsministeriums: http://www.bmvi.de/broschuere

Weitere Überflugsbereiche: http://www.bmvi.de/drohnen